PRODUKTTEST G-ONE ALLROUND

IST DER SCHWALBE G-ONE ALLROUND WIRKLICH DER EINE REIFEN FÜR ALLE BEDINGUNGEN?

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× G-One Allround

Der universelle Gravelreifen.

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× Riders Profile

Oscar Fronhoff

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Am Wochenende schien nach langer Zeit endlich mal wieder die Sonne. Das zog mich nicht nur für die Tür, sondern drängte geradezu dazu das Fahrrad mal wieder auszuführen.

Der Frühling klopft endlich an die Tür und das bringt auch seine Hürden mit sich, besonders wenn es ums Radfahren und ganz speziell noch ums Graveln geht. Die ständigen Regenschauer und heftige Winde der letzten Wochen sorgen für aufgeweichte, matschige und verdreckte Wege. Trocken sind gerade nur die Straßen in der Stadt. Selten hat man für jeden Fall den richtigen Reifen auf seinem Rad montiert. In dem Fall ist es praktisch, wenn man wie ich bereits den G-One Allround auf seinem Sportgerät verbaut hat. Doch ist der Allround auch genau der Allrounder, der der Name verspricht? Dieser Frage bin ich auf meiner Tour nachgegangen. Die Bedingungen dafür waren optimal. Richtig schön wechselhaft.


MEIN SETUP

  • Reifen: Schwalbe G-One Allround (vorne und hinten)
  • Größe: 35-622
  • Luftdruck: 3,7 Bar (vorne und hinten)
  • Ausführung: Evo, V-Guard
  • Besonderheiten: Tubeless



TOUR-EINSTIEG LEICHT GEMACHT

Schon beim Verlassen der Tür punktet der G-One bei mir. Der hohe Pannenschutz gibt mir genug Sicherheit, dass ich meine ersten Kilometer durch die Stadt sorgenfrei von Einstichen fahren kann. Besonders das Tubeless Setup, das ich heute fahre, verschafft mir mit verwendeter Dichtmilch auf den tückischen Straßen und wenigen Radwege in der Großstadt noch mehr Sicherheit.
Am Ufer des Rheins kann ich dann endlich vom Asphalt auf die ersten Gravelpassagen wechseln und mich im leichten Off-Road austoben. Darum liebe ich das Gravelbike so sehr! Auch hier punktet der Allround erneut mit seinem Pannenschutz und erlaubt mir einen super Spagat zwischen einem Gravel- und einem Endurance-Reifen. Das leichte Profil gibt mir im Off-Road halt, während es auf Asphalt nicht wegknickt.

GRENZENLOSER ALLESKÖNNER?

Ganz nah dran, aber ganz einfach so ist es dann auch nicht.. Besonders im Off-Road Bereich werden dem Reifen seine Grenzen aufgezeigt. Bei den sehr nassen Verhältnissen und aufgeweichten Böden von heute muss ich mich durch den Matsch kämpfen und das Profil setzt sich mit und mit zu. Das Profil hat seine Stärken klar im Bereich von trockenen Gravelpassagen und unterliegt bei sehr nassen Off-Road Ausfahrten dem G-One Bite doch spürbar. Dennoch macht mir die Fahrt durch den Matsch auch heute wieder sehr viel Spaß und fordert mich angemessen. Mit einer Breite von 35mm drückt sich der Reifen mit ein wenig Kraftaufwand durch die matschige Oberfläche auf den darunterliegenden härteren Grund.

In den Kurven muss ich jedoch etwas aufpassen, denn durch das reduzierte Profil und die Breite fehlt der Grip dem Allround hier am ehesten. Zusätzlich sollte man nach dem Verlassen der Matsch-Passagen die ersten Meter vorsichtig fahren und dem Reifen die Möglichkeit geben sich vom Dreck freizurollen, bevor man sich in die nächste Kurve wirft.

BESCHLEUNIGUNG UND ENTSCHLEUNIGUNG

Sobald das Profil wieder frei ist und ich die Reifen wieder beschleunige merke ich auch hier einen Vorteil des Allrounders: Seinen unwiderstehlich, niedrigen Rollwiderstand. Zugegeben die Laufräder sind nicht die schlechtesten, aber der G-One Allround lässt sich einfach spürbar hervorragend beschleunigen und das macht auch richtig Spaß. Umgekehrt verzögert der er das Fahrrad in Bremsmanövern aber auch sehr schnell und bietet mir hier erneut Sicherheit. Auf dem Asphalt rollte der G-One Allround fast wie ein Rennradreifen und das hört man auch. Etwas nerdig, aber ich empfinde das Laufgeräusch des Reifens ebenfalls als ein Pluspunkt und kriege nicht genug davon.

DAS PERFEKTE EINSATZGEBIET FÜR DEN G-ONE ALLROUND

Während ich unterwegs bin, sinniere ich noch ein wenig über den Reifen, den ich gerade fahre. Allround steht nicht nur für die möglichen Einsatzgebiete, sondern auch die vielfältigen Ausführungen. Der G-One Allround ließe sich so in die vielen Räder integrieren, die bei mir zu Hause stehen. Ob es ein Gravelbike, Cyclocrosser, Bikepacker oder ein Rennrad ist spielt doch kaum eine Rolle. Selbst für mein sportliches Citybike bietet der Allround eine interessante Möglichkeit das Gefährt noch das entscheidende bisschen zu „tunen“, um bei jedem Ampelstart der/die Erste zu sein.

Der G-One Allround ist also ein toller „immerdrauf“ Reifen, der mir bei trockenen Gravelpassagen, längeren Radtouren und auch auf sportlichen Asphalt-Ausfahrten Grip und Sicherheit gibt. Der hervorragende Pannenschutz sorgt zwar für ein höheres Eigengewicht des Reifens aber gibt mir auch hier wieder Sicherheit und bestraft mich nicht, wenn ich mal mein Flickzeug zuhause lasse.


MEINE 5 GRÜNDE, WARUM DER G-ONE ALLROUND DER BESTE REIFEN FÜR DEIN BIKE IST:

  • Er liefert einen richtig guten Spagat zwischen Gravel- und Endurance- bzw. Rennradreifen
  • Der hohe Pannenschutz ist für jeden Flick-Muffel ein absolutes Top-Argument.
  • Sein geringer Rollwiderstand treibt dich vor allem beim Beschleunigen des Bikes voran.
  • Der „Allround“ ist in sehr vielen Größen und Ausführungen erhältlich. Du findest sicher deinen Allround!
  • Für alle Bike-Nerds: der Allround liefert dir den perfekten Sound und ein absolut zufriedenstellendes Laufgeräusch


MEIN HEISSESTER TIPP

Persönlich würde ich empfehlen den Reifen in den unteren Luftdruckbereichen bei 3-4 Bar zu fahren. Das bietet im „Gelände“ deutlich mehr Grip, sorgt Offroad für einen merkbar geringeren Rollwiderstand und verleiht dem Fahrrad ein kleinbisschen mehr Komfort beim Fahren. Das Nutzen der Tubeless-Funktion des Reifens kann ich auch sehr empfehlen, um dich noch besser vor Platten zu schützen.


FAZIT: ALLROUND HEIßT ALLROUND

Der G-One Allround ist und bleibt schlussendlich ein Allrounder. Der Reifen spielt in den meisten Bereichen bemerkenswert solide mit, jedoch nie ganz als Spezialist. Wenn du gerne in Extreme gehst oder besonders dein Können in einem Bereich steigern möchtest, sei es ob auf Asphalt, im Matsch oder leichten Gravel, dann ist der Blick auf einen Schwalbe One, G-One Bite oder Speed empfehlenswert. Doch wenn du, so wie ich, es vorziehst in allen Bereichen unterwegs zu sein und gerne wechselst, ohne einen neuen Reifen montieren zu wollen, dann bietet der G-One Allround dir genau das. Deshalb finde ich ihn gerade auch für Langstrecke auf unbekannten Terrain sehr empfehlenswert. Der G-One Allround ist für mich ein großartiger Alltags- und Bikepackingreifen.


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